Hörgeräte

Mehr als 1 Stunde am Tag in lauter Umgebung? Dann sollten Sie mit einem jährlichen Hörtest vorsorgen.

Hörschwächen sind alters-unabhängig

Unabhängig vom Alter sind Risikogruppen – Personen, die mehr als eine Stunde am Tag in lauter Umgebung arbeiten – gefährdet, eine Hörschwäche zu entwickeln. Doch je früher diese erkannt wird, desto besser kann sie auch ausgeglichen werden. Moderne Hörgeräte sind kaum sichtbar, stören nicht im Alltag und stellen die volle Soundqualität wieder her. Außerdem werden sie durch die neueste Technik an die Bedürfnisse des Trägers angepasst. So nehmen Sie auch mit Hörschwäche am alltäglichen Geschehen teil.

Wann kommt ein Hörgerät zum Einsatz?

Laut Definition ist ein Hörgerät „ein Hilfsmittel, welches dem Ausgleich eines Funktionsdefizites des Hörorgans und damit der Verbesserung bis zur Wiederherstellung des Sprachverständnisses (…) Hörgeschädigter dient.“ Hörschädigungen treten unabhängig vom Alter auf. Sowohl Kinder als auch Personen im Rentenalter können in ihrer Fähigkeit, laut und deutlich zu hören, eingeschränkt sein, wodurch sich die Notwendigkeit eines Hörgerätes ergibt.
Beim HNO-Arzt oder beim Hörakustiker Ihres Vertrauens wird ein Hörtest (Audiometrie) durchgeführt. So kann festgestellt werden, ob die Hörschädigung beidseitig oder einseitig und wie stark diese ausgeprägt ist.
Bei Kindern gestaltet sich die Anpassung eines Hörgeräts meist schwieriger, als bei Erwachsenen, da sie in der Regel weniger bis keine Rückmeldung über ihre Höreindrücke geben können. Daher ist hier besonderes Einfühlungsvermögen seitens des Arztes oder Hörakustikers gefordert. Dieser muss während des Hörtests auf kleinste Verhaltens- und Bewegungsreaktionen achten, um auf ein optimales Ergebnis zu kommen.

Die Ursachen von Hörschwierigkeiten

Grundsätzlich unterscheidet der Fachmann zwischen drei verschiedenen Arten der Schwerhörigkeit:

  • Schallleitungsschwerhörigkeit
  • Schallempfindungsschwerhörigkeit
  • kombinierte Schwerhörigkeit

Die Schallleitungsschwerhörigkeit entsteht aus einer fehlerhaften oder unterbrochenen Weiterleitung des im äußeren Ohr empfangenen Schalls. Ursachen für diese Form der Schwerhörigkeit können Fremdkörper im Ohr, Infektionen, Mittelohrentzündungen, ein perforiertes Trommelfell oder auch eine krankheitsbedingte Verhärtung im Mittelohr sein.
Die weitaus häufigere Art einer Hörschwäche ist die der Schallempfindungs-Schwerhörigkeit. Diese wird entweder altersbedingt hervorgerufen oder tritt bei Personen auf, die sich häufig oder permanent in lauten Umgebungen aufhalten.
Bei der kombinierten Schwerhörigkeit liegen beide Störungsmuster vor.

Erkennen und Diagnose einer Hörschwäche

Eine Hörschwäche wird von vielen Betroffenen erst sehr spät wahrgenommen und erkannt. Meistens glauben sie, dass ihre Umgebung nur nuschelt oder murmelt. Sie bitten, darum lauter zu sprechen oder dass das Gesprochene noch einmal wiederholt wird. Mit fortschreitender Schwerhörigkeit ziehen sich die Betroffenen mehr und mehr zurück, beteiligen sich weniger an Unterhaltungen. Hier ist oftmals das Umfeld gefordert, die betroffene Person an der Hand zu nehmen und zu einem Besuch beim HNO-Arzt oder Hörakustiker zu überreden.
Nach einem Audiogramm kann die Form und Ausprägungsstärke der Hörschwäche ermittelt werden. In weiterer Folge wird das passende Hörgerät ausgesucht und individuell angepasst.